ARCH+ 176/177


Erschienen in ARCH+ 176/177,
Seite(n) 76-77

ARCH+ 176/177

Single-Wohnmodell

Von Brendeland & Kristofferson

Seit den 70er Jahren wird erdurch die Alternativszene – laut Architekten damals Punks und heute Mittelklasse-Anarchisten – besetzt. Seit 2001 wird dasAreal unter dem Label “semi-autonomes, urbanes, ökologisches, experimentelles Gebiet” als Wohngebiet beplant. Vorausgegangen waren jahrelange Kämpfe zwischen den Hausbesetzern, der Stadtverwaltung und den Grundstückseigentümern. Statt der andernorts üblichen Gentrifizierung haben die Bewohner die Kontrolle über das Areal übernommen, sich mit Planungsregularienvertraut gemacht und Kontakte zu Verwaltung und Pressegeknüpft. Sie waren den politischen Entscheidern stets einen Schritt voraus. Durch die medienwirksame Gestaltung eines Giebels von Håkon Bleken und Håkon Gullvåg – beide offizielle Portraitmaler des norwegischen Königshauses – wurde Svartlamoen auf nationaler Ebene berühmt. Aufgrund des politischen Drucks konnten die Grundstücksbesitzer ausbezahlt und das städtische Eigentum in eine Stiftung transferiert werden, der heute die Wohnhäuser gehören. …

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