ARCH+ 46

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Erschienen in ARCH+ 46,
Seite(n) 23-31

ARCH+ 46

Hausbau: Technologie und ästhetische Praxis

Von Hoffmann-Axthelm, Dieter

Es gibt im Deutschen kein Wort, das in neutraler Weise die Tatsache ausdrücken könnte, daß jede gesellschaftliche Praxis eine räumliche Hülle braucht, und unter Umständen eine sehr dicke, die gegen Wind und Wetter gut ist. Behausung - wie bedeutungsvoll steht das dem angelsächsischen shelter gegenüber — ein Urwort voll von Untertönen aus Heimweh, Literatur, kleinbürgerlichen Sehnsüchten. Dann schon lieber, um ins Gespräch zu kommen, gleich das Wort Hausbau, der gezeichnete von Tessenow, das Haus, das man mit Rilke sich nicht mehr baut, einer der dichtesten deutschen Sehnsuchtszusammenhänge. Aber die Wirklichkeit ist da weiter als die Sprache. Gerade die Hausbausehnsucht ist zur entsetzlichen, Menschen und Landschaft mordenden Realität geworden, dank Wüstenrot und Schwäbisch-Hall, und genau hier kann und vielleicht muß man ansetzen, um das allgemeinste zu bezeichnen, die neutrale Schale. ...
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