ARCH+ 42

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Erschienen in ARCH+ 42,
Seite(n) 19-21

ARCH+ 42

Thesen zur Instandsetzungspolitik

Von Eichstädt-Bohlig, Franziska /  Eichstädt, Wulf

Spätestens in den 80er Jahren wird die staatliche und kommunale Wohnungspolitik mit einer neuen Größenordnung nicht lösbarer Probleme konfrontiert sein. Eine Situation, in der „nichts mehr geht" erscheint absehbar. Wie 1985 Mietwohnungsneubauten finanziert werden sollen, weiß heute kein Verantwortlicher. Ähnliches gilt für die Mietpreissubvention jüngerer Sozialwohnungen und vieles mehr. Es mag sein, daß die Altbauerneuerung in 10 Jahren bereits als Problem zweiter oder dritter Größenordnung gehandelt wird. Gelöst wird sie ebenso wenig sein wie heute. Trotzdem wird jeder Vierte in Altbauten wohnen, jeder Achte voraussichtlich in solchen, die Ruinen ähnlicher sind als menschlichen Behausungen. Das Ziel vom Erhalt preiswerter Wohnungen wird möglicherweise bald dadurch in Frage gestellt sein, weil zu vieles nicht mehr erhaltenswert ist. Die Handhabung der Instandhaltungspflicht in der gegenwärtigen Politik und Rechtsprechung ist eine der Ursachen für die beschriebenen Aussichten. In dieser Sache Änderungen durchzusetzen, ist ein wichtiges Ziel auf dem Weg zu einer neuen Wohnungs- und Städtebaupolitik...

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