ARCH+ 37

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Erschienen in ARCH+ 37,
Seite(n) 2-3

ARCH+ 37

Editorial: Der Tod der Architektur

Von Kuhnert, Nikolaus /  Fester, Marc

Der „Tod der Architektur" im alltäglich Gebauten muß nicht länger verbal behauptet werden, er ist sichtbar (vgl. unten Hoffmann-Axthelm). Wenn es noch Architektur gibt, so infiziert sie nicht länger die Form des alltäglich Gebauten. Und wenn es einmal eine Einheit von Architektur und Bauen gegeben hat, so ist sie zerbrochen. Damit ist eine neue 'Etappe' erreicht: — Die bürgerlich-industrielle Revolution hat den klassischen Dualismus einer Architektur der Monumente und eines Bauens in vernaculärer Tradition aufgelöst (vgl. Kuhnert, Reiß-Schmidt), indem sie letztere zerstörte und erstere zur universellen machte: sie beraubte die Monumente ihrer Einzigartigkeit, ersetzte sie durch Typen und Modelle ziviler Monumentalbauten, die die sich auflösende Stadt auf neue Weise als erlebbare ästhetische Ganzheit zusammenhalten sollten (vgl. Aymonino) und versteckte noch die unmenschlichsten Wohnverhältnisse hinter den Masken der heute so anheimelnden Gründerzeitfassaden...

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