ARCH+ 37

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Erschienen in ARCH+ 37,
Seite(n) 63-73

ARCH+ 37

Strategien für Kreuzberg

Von Böttcher, L. /  Fricke, E. /  Kodolitsch, P.v. /  Leber, B. /  Richter, H.P. /  Schulz zur Wiesch, Jochen

Bericht der Vorprüfergruppe über den Wettbewerb

Die Symptome der „Kreuzberger Krankheit" 1) sind nicht neu und sie sind auch keine Berliner Spezialität. Sie wiederholen sich vielmehr in vielen anderen Städten: die Bausubstanz der alten Innenstadtbezirke verkommt, weil die Instandsetzung lange vernachlässigt und die Modernisierung unterlassen wurde; diejenigen der alteingesessenen Bevölkerung, die es sich leisten können, ziehen weg und machen Gastarbeitern Platz. So bleiben schließlich nur noch jene im Quartier, die auf billigen Wohnraum angewiesen sind: Alte, Gastarbeiter, jene, die am Rander der „Wohlstandsgesellschaft" leben müssen. Diese „Verschlechterung" der Bevölkerungsstruktur wirkt sich auf das örtliche Gewerbe und auf die Investitionsbereitschaft der Hauseigentümer aus. Das Quartier wird ökonomisch uninteressant und verkommt daher immer weiter. Die „Kreuzberger Krankheit"...

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