ARCH+ 25

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Erschienen in ARCH+ 25,
Seite(n) 18-35

ARCH+ 25

Die preußische Bauverwaltung und ihre Ausbildung von 1770 bis 1850

Von Konter, Erich

Die Entwicklung Preußens in ökonomischer und politischer Hinsicht war weit hinter der in England, Frankreich und anderen europäischen Staaten am Atlantik, der modernen Handelsstraße, zurückgeblieben. Das wirtschaftliche und politische Interesse Preußens richtete sich fast ausschließlich nach Osten (Kolonisation der Oder- und Warthebrüche und die Schlesischen Kriege um die Rohstoffquellen in Schlesien). Die Landwirtschaft stellte den einzigen „einträglichen" Wirtschaftszweig dar; der preußische Bauer litt schwer unter der Ausbeutung des Adels. Erst 1764 wurde das „Bauernlegen" verboten. König und Adel mußten jedoch das aufwendige Hofleben und die Monarchie die steigenden Kriegskosten aufbringen, und da die Landwirtschaft trotz schärfster Ausbeutung nicht mehr fähig war, diese Ausgaben zu decken, sahen sich die herrschenden Klassen nach anderen Geldquellen um. „Es ist nun von entscheidender Bedeutung, daß sie von einem gewissen Zeitpunkt ab den besten Weg zur Erreichung dieser Ziele nicht mehr nur in der einfachen Steuererhöhung bzw. der Steigerung der Waffenvorräte erblickten, sondern vielmehr in der Förderung gerade der gewerblichen Produktion. Das wäre nicht möglich gewesen, hätten nicht die Fürsten und ihre Ratgeber unter dem Einfluß einer merkantilistischen ökonomischen Ideologie gestanden, die . . . insbesondere vom englischen Bürgertum ausging." ...
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