ARCH+ 156


Erschienen in ARCH+ 156,
Seite(n) 80-81

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wittgensteins griff

Von Aicher, Otl

ludwig wittgenstein ist wohl der bedeutendste philosoph dieses jahrhunderts. er selbst hat nur ein kleines buch veröffentlicht, aber die welt liest jeden seiner unzähligen zettel. wir denken, meint wittgenstein, im maßstab der sprache. in der sprache wird das gedachte deutlich. deshalb bedeutet philosophie reinigung der sätze. philosophie ist sprachkritik. sobald die logische struktur des satzes freigelegt ist, ist auch der gedanke richtig: "alles was man sagen kann, kann man klar sagen. wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen", heißt es am schluß seines berühmten büchleins "tractatus logico-philosophicus". ursprünglich sollte es den titel tragen: der satz. ...
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