ARCH+ 156


Erschienen in ARCH+ 156,
Seite(n) 82-87

ARCH+ 156

Neue Sachlichkeit in der Architektur und Philosophie der zwanziger Jahre

Von Dahms, Hans-Joachim

Während relativ viele Philosophen in den zwanziger Jahren über Kultur und Kunst publiziert haben, haben sich anscheinend nur ganz wenige für die damals aktuelle künstlerische Moderne interessiert. Und von diesen sind es wiederum nur ganz verschwindend wenige, die sie mit Sympathie oder gar aktiver Teilnahme begleitet haben. Vor einem Jahrzehnt ist nun von Peter Galison darauf hingewiesen worden, daß es eine philosophische Strömung gegeben hat, die wie keine andere für sich in Anspruch nehmen kann, Kontakte zur Moderne gepflegt zu haben bzw. sich selbst gewissermaßen als philosophischer Arm dieser Moderne verstanden hat. Es handelt sich um die logischen Empiristen des Wiener Kreises und ihre Beziehungen zum Dessauer Bauhaus. Vor etwa einem halben Jahrzehnt — also weniger als dem sonst üblichen Zeitverzug — sind diese neuen Erkenntnisse auch im deutschen Sprachraum angekommen und werden seitdem von verschiedenen Seiten weiterentwickelt.
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