ARCH+ 8

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Erschienen in ARCH+ 8,
Seite(n) 62-64

ARCH+ 8

Kommentar zu Christopher Alexanders Beitrag in ARCH+, 1969, Heft 7, S.29-35

Von Speidel, Manfred

Im Anschluß an Chr. Alexanders Präsentation "Major Changes in Environmental Form Required by Social and Psychological Demands" kommentierten drei Professoren in skeptischer und scharfer Weise die Möglichkeiten und die Brauchbarkeit seines Pattern-Konzeptes. Zusammenfassung der Kritiken William Alonso: 1. Der Bezug psychischer Bedürfnisse zu physischer Umwelt aufgrund klinischer Befunde und Zeitungsberichte verfällt leicht der Rüssel Ischen "fallacy of misplaced concrereness"; die Evidenz eines Einzelfalles kann nicht generalisiert werden. Die Fehlerwahrscheinlichkeit nimmt bei einer Kombination solcher patterns rapide zu. Die Technik der Bewertung und Nachprüfbarkeit ist ungenügend entwickelt. 2. Wie werden die Patterns definiert, wie ihre Abgrenzung? Wie können sie tatsächlich Systeme erzeugen, die mehr als die Aufsummierung ihrer Teile sind? 3. Die beabsichtigte Beteiligung des Volkes an der Kritik der Patterns ist unrealistisch; zu viele Entscheidungsschritte sind notwendig, so daß diese Art von Planung doch wieder kein Gegenstück zur Planung von oben darstellt. 4 . Zuletzt bleibt dann immer noch die Frage der ökonomischen Realität: nach dem Prinzip von Mangel und Ersatz. Man kann nicht alles haben, ob man nicht etliches aufgeben muß, um etwas anderes dafür zu erhalten? M. Danielson: 5. stellte im gleichen Sinne die Frage nach den Prioritäten der Forderungen, die im Clinch der Politik nie gleichrangig wären. 6. Pessimismus über die Realisationsmöglichkeiten solcher Forderungen zeigt die Erfahrung, daß eine zunehmende Frustration gerade dort viel wahrscheinlicher ist wo bereits Mangel herrscht. M . Lipsky: 7. hielt Alexanders Verfahren zugute, daß es wenigstens die Annahmen zeige, unter denen Pläne überhaupt gemacht werden...
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