ARCH+ 183

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Erschienen in ARCH+ 183,
Seite(n) 48-49

ARCH+ 183

Die Cambridge Walks von Peter Smithson

Von Heuvel, Dirk van den

Neben dem Druck der großen Studentenzahl musste Cambridge mit einem wachsenden Ansturm an Touristen fertig werden. Wegen der hohen Popularität der Innenstadt als Ausflugsziel nahmen die Touristenattraktionen und damit auch der Verkehr gewaltig zu. Genau jene Qualitäten, die Cambridges Anziehungskraft ausmachten, gerieten dadurch paradoxerweise in Gefahr.

Die Studie der Smithsons zur Erhaltung der Innenstadt von Cambridge war das erste Anzeichen für ihr Interesse an historischer Stadtstruktur. In ihren späteren Arbeiten widmeten sie sich noch oft den Qualitäten solcher Orte, besonders der Stadt Bath. In den späten 1960er und 70er Jahren schrieb Peter Smithson mehrere Leitfaden für Spaziergänger: „Bath: Walks within the walls: a study of Bath as a builtform taken over by other uses“ (Architectural Design, Oktober 1969), 1975 folgte der zweite Band, und schließlich ein Führer für Spaziergänge in Oxford und Cambridge („Oxford and Cambridge Walks“, Architectural Design, Juni 1976).

aus: Max Risselada; Dirk van den Heuvel, Team 10. In search of a Utopia of the present, Rotterdam 2005, S. 104

Aus dem Englischen: Carolin Kleist

Alison und Peter Smithson: Citizens’ Cambridge planning study, 1962: Es handelt sich im Grunde um einen Entwurf zur Erhaltung und Stärkung der spezifischen Qualitäten des uralten Stadtgefüges der kleinen Universitätsstadt. Die Lösung der Smithsons sah ein neues regionales Zentrum vor, das etwas außerhalb der bestehenden Innenstadt errichtet wird. Außerdem verwandelten sie das alte Zentrum in eine Fußgängerzone mit einem Einbahnstraßensystem und Pendelbusverkehr von strategisch verteilten Sammelparkplätzen. Eine neue Umgehungsstraße vervollständigt diesen „dringenden Aktionsplan“, wie die Smithsons ihren Vorschlag nannten.

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