ARCH+ 189

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Erschienen in ARCH+ 189,
Seite(n) 78-83

ARCH+ 189

Zur Genealogie des neuen Ornaments im digitalen Zeitalter

Von Gleiter, Jörg H.

Eine Annäherung

Wann immer die Frage nach dem Ornament aufbricht, ist dies ein Zeichen eines grundlegenden Strukturwandels in der Architektur, eines Wandels, der mithin als Krise und tiefer Einschnitt in das etablierte Selbstverständnis der Disziplin erfahren wird. Am Ornament scheiden sich die Geister, aber weniger im Sinne des Geschmacks als insofern sich an ihm die zentralen theoretischen Fragestellungen einer Zeit auskristallisieren. Das Ornament ist der Kampfplatz der Theorie. So wäre es ein Missverständnis, wollte man mit Ernst Gombrich behaupten, dass sich das Ornament nicht näher definieren lasse, dies aber auch nicht nötig sei, da man schließlich auch über „Kunst“ und „Leben“ spräche, obwohl beides sich ebenfalls nicht auf einen eindeutigen Begriff reduzieren lasse. Der vorliegende Aufsatz ist eine Annäherung an das neue Ornament im digitalen Zeitalter. Er ist der Versuch ein Phänomen zu beschreiben, dessen Existenz kaum bestritten werden kann, für das es aber bisher keine klare Definition gibt...
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