ARCH+ 191/192


Erschienen in ARCH+ 191/192,
Seite(n) 27-28

ARCH+ 191/192

Air Curtain

Von Förster, Kim

Als air curtain (dt. Luftschleier oder Warm- bzw. Kaltluftvorhang) wird eine klima- und lüftungstechnische Anlage bezeichnet, die am Eingang von Gebäuden eingesetzt wird, um den Innenraum klimatisch gegen Außen abzuschotten, ohne als visuelle oder akustische Barriere zu wirken. Die Idee zu einer Isolierung von Türöffnungen, welche lediglich durch einen Luftstrom gewährleistet wird, ist auf Theophilius Van Kannel zurückzuführen, der 1904 das erste Patent für einen air curtain in den USA angemeldet hat, nachdem er bereits 1888 die Drehtür für den amerikanischen Markt hatte patentieren lassen. Van Kannels Erfindung basierte auf dem Prinzip zweier Luftwalzen, die von oben und unten in einen Eingangsbereich einströmen. Nachdem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verschiedene Varianten eines solchen Luftschleiers auftauchten – z.B. im Tor von Viehställen, um Insekten zurückzuhalten oder auf der Theaterbühne, um die Wärmestrahlung der Scheinwerfer einzudämmen – wurde der air curtain ab den 1950er Jahren zunächst in Kaufhäusern vermehrt eingesetzt. Als Pioniere gelten die Warenhäuser Bon Marché in Brüssel (1951) und Oscar Weber in Bern (1952), wo ein von Ernst Steiner patentierter Luftschleier der Firma sifrag montiert wurde. ...
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