ARCH+ 191/192


Erschienen in ARCH+ 191/192,
Seite(n) 28

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Alarmanlage

Von Zinganel, Michael

Schon lange vor Beginn der Elektrifizierung waren einfache mechanische Alarmanlagen bekannt, um die Überschreitung von Schwellen und Grenzen zu registrieren. In der Regel wurden dünne Seile oder Drähte gespannt, die bei Berührung Warnsignale auslösten. Sie ließen beispielsweise ein Objekt umfallen oder brachten eine Glocke zum Klingen.Die Nutzbarmachung von elektrischem Strom seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erweiterte das Spektrum an Möglichkeiten beträchtlich. Doch erst nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, als die durch die herrschende Not bedingte Kleinkriminalität beängstigende Ausmaße annahm, verbreiteten sich Alarmsysteme auch im zivilen Sektor – vorrangig in der Sicherung von Geschäftslokalen. So veröffentlichte beispielsweise im Jahr 1919 die deutsche Fachzeitschrift Die Uhrmacherwoche detaillierte Anleitungen zum Selbstbau einer sogenannten Ruhestromanlage, die den damals neuen Standard für Alarmanlagen darstellte. Geschlossene Türen und Fenster oder zu schützende Objekte werden dabei durch einen einzigen Stromkreis verbunden. Bei eingeschalteter Anlage fließt Strom durch das gesamte System. Wird der Stromkreis durch das Öffnen nur eines einzelnen Kontaktes unterbrochen, schlägt der Alarm an
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