ARCH+ 191/192


Erschienen in ARCH+ 191/192,
Seite(n) 24-25

ARCH+ 191/192

Präliminarien zu einer Theorie der Schwelle

Von Stalder, Laurent

Diese doppelte Eigenschaft der Schwelle umschrieb der Anthropologe Arnold van Gennep bereits 1907 in Les Rites de Passage mit den Begriffen der „Grenze“ und der „Randzone“. Bei der Grenze werde ein „bestimmter Raum“ durch die rituelle Setzung von „Grenzsteinen oder Grenzlinien“ ausgesondert und für Fremde unzugänglich gemacht. Im Gegensatz zur Grenze sei die Zone ein neutrales, zwischen den Grenzen liegendes Gebiet, das sich sowohl auf der Ebene des Territoriums wie auch in seiner städtischen Entsprechung in Dorf, Stadt, Quartier, Tempel oder Haus wiederfinde.

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