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ARCH+ 191/192


Erschienen in ARCH+ 191/192,
Seite(n) 39-44

ARCH+ 191/192

Drehtür

Von Buzard, James

Permanente Umwälzungen
Die meisten Architekturhistoriker haben der Drehtür keine Beachtung geschenkt, ebenso wenig die Philosophen der modernen Stadt und die Historiker des Kaufhauses. Nur wenige Künstler, Schriftsteller und Filmemacher haben erkannt, welche symbolische Kraft der Drehtür innewohnt und welche kulturelle Leistung sie darstellt. Dabei handelt sich es sich doch um eine allgegenwärtige – vielleicht darf man sagen: zentrale – Technologie des modernen Lebens. Die Drehtür, die in der Regel aus drei oder vier Glasflügeln innerhalb eines kreisrunden Windfanggehäuses besteht, erweitert die Wirkungsmöglichkeiten ihrer „inhärent vieldeutigen“ Glasscheiben, indem diese die Räumlichkeit und die Erfahrung der Schwelle neu konfigurieren. Material und Ort, Glas und Schwelle – jedes für sich „ein Bereich, in dem ein Austausch zwischen Innen und Außen stattfindet, ein Bereich, der die Verletzung des Raums ebenso wie das Umschließende und Beschützende deutlich macht“ – gehen durch die spezifische Aufteilung von Raum und Bewegung in diesem architektonischen Wunder eine intensive Beziehung ein. Die Drehtür ist die einzige Art von Tür, die zugleich ein Raum ist, sodass man sagen kann, man befinde sich „in der Tür“. ...
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