ARCH+ 191/192


Erschienen in ARCH+ 191/192,
Seite(n) 60

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Fenster

Von Grimm, Jacob und Wilhelm

wäre es tiefer im "Orient" verbreitet, so gewänne es an wichtigkeit für die deutung von fenestra: [...] 1) an dieses lehnworts stelle hatte aber unsere älteste sprache die sinnliche umschreibung goth. augadaurô [...], schwaches neutrum wie augô, hairtô, ahd. ougatorâ, n. wie ougâ, hërzâ, ags. eágdurê, wie eágê; denn das fenster ist einem auge des hauses, das auge einem fenster des leibs ähnlich. daher auch die Slaven unmittelbar von oko auge ihr okno fenster bilden, aus welchem okno sich das finn. akkuna, ikkuna, est. akken, lapp. ikkon leitet. ein rundes dachfenster heiszt uns ochsenauge. Aus: Jacob uns Wilhelm Grimm (Hg.), Deutsches Wörterbuch. Dritter Band, Leipzig 1862, S. 1519-1522 (gekürzt)

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