ARCH+ 191/192


Erschienen in ARCH+ 191/192,
Seite(n) 84-85

ARCH+ 191/192

Peepshow

Von Hagemann, Anke

Im deutschsprachigen Raum wird der Begriff der Peepshow vor allem dem erotischen bzw. pornografischen Bereich zugeschrieben. Im Englischen bezeichnet die Peepshow hingegen bereits seit Jahrhunderten allgemein einen verschlossenen Kasten oder Raum, der nur visuell durch ein Guckloch zugänglich ist. Die Zusammenfügung der Worte to peep (spähen, linsen, verstohlen gucken) und show (Darbietung, Aufführung) weist auf das intentionale Gegenüber von zeigen und schauen. Die Peepshow ist ein optisches Instrument, das mit seiner Verschlossenheit und unterschiedlichen Versprechungen Neugierde und Schaulust weckt, die es durch die dargebotenen illusionistischen Spektakel auch zu befriedigen sucht. Der Blick in die Peepshow ist dabei sehr privat, denn in der Regel kann jeweils nur eine Person durch ein Guckloch schaue. ...

SSS Siedle Dornbracht Euroboden
Feedback erwünscht!