ARCH+ 191/192


Erschienen in ARCH+ 191/192,
Seite(n) 126

ARCH+ 191/192

Türsprechanlage

Von Pietzcker, Achim

Eine erste Elektrifizierung des Eingangsbereiches von Wohngebäuden brachte ab Mitte des 19. Jahrhunderts die elektrische Klingel mit sich. Wie die bis dahin übliche mechanische Glocke diente sie der rudimentären Kommunikation in Form eines unidirektionalen Signals. Da die Klingel allein jedoch noch nichts über die Identität des Besuchers verriet, blieb es trotz des schon ab den 1880er Jahren eingesetzten elektromagnetischen Türöffners in besseren Häusern dem Portier vorbehalten, den Besucher zu identifizieren und Einlass zu gewähren oder zu verweigern.Da in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Höhe der Gebäude in den Großstädten, nicht zuletzt durch den Einsatz des Fahrstuhls, zunahm, stieg auch die Notwendigkeit der hausinternen Kommunikation zwischen der Wohnung und dem Hauseingang. Während bis dahin in technisch avancierten Gebäuden eine Kommunikation zwischen verschiedenen Zimmern und Etagen über in die Wände eingelassene Sprachrohre aus Blei oder Zink möglich war, kam ab 1876 das neue, kontinuierlich weiter entwickelte Telefon zum Einsatz. Die Wohnung wurde über eine Telefon-Leitung mit dem Vestibül verbunden, und der Bewohner konnte mit dem Portier kommunizieren, der nach wie vor als Mittler zum Besucher fungierte.

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