ARCH+ 191/192


Erschienen in ARCH+ 191/192,
Seite(n) 127

ARCH+ 191/192

Überwachungskamera

Von Klauser, Francisco R.

Erste kameragestützte Überwachungsversuche öffentlicher Plätze und Straßen fanden in den späten 1960er Jahren statt. In den letzten Jahren entwickelte sich die Videoüberwachung insbesondere in Großbritannien zu einer eigenständigen urbanen Infrastruktur, vergleichbar mit den bestehenden Gas-, Elektrizitäts-, Wasser- und Telekommunikationsnetzwerken. Hier filmen heute geschätzte vier bis fünf Millionen Kameras die öffentlichen Räume.

Ihrer englischen Bezeichnung closed circuit television (CCTV) entsprechend bildet die Videoüberwachung ein geschlossenes Netzwerk des Flusses visueller Information. Als Basisausstattung werden dabei anhand einer variablen Übertragungstechnik eine oder mehrere Kameras mit einem Aufzeichnungs- sowie eventuell einem Wiedergabesystem der Bilder verbunden. Je nach Motiv und Automatisierungsgrad der Überwachung können an dieses System zusätzliche Elemente angeschlossen werden. Ein Überwachungssystem besteht allerdings nicht nur aus technischen Instrumenten, sondern resultiert vor allem aus den Verhandlungen und dem Zusammenspiel unterschiedlichster Akteure, Kompetenzbereiche und Absichten – von Kameraoperateuren in den Überwachungszentralen über Kamerahersteller, -verkäufer und -installateure bis zu den lokalen Nutzergruppen überwachter Räume. ...

SSS Siedle Dornbracht Euroboden
Feedback erwünscht!