ARCH+ 191/192


Erschienen in ARCH+ 191/192,
Seite(n) 127

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Wasserhahn

Von Kirchengast, Albert

Ein Wasserhahn wird zur Entnahme aus einem Leitungssystem installiert. Er dient aber auch der Regulierung von Wasserausfluss und Wassertemperatur, d.h. der Dosierung und Temperierung. Nicht immer fließt aus dem Hahn Trinkwasser – etwa wenn er an Betriebswasserleitungen angeschlossen ist oder keines zur Verfügung steht. Hauswasserhähne werden zumeist durch baulich verborgene Leitungen gespeist, deren System vielen Benutzern rätselhaft bleiben muss – bedienen sie doch nur einen Hahn und schon fließt Wasser.

Eine Armatur bewaffnet die Wasserleitung, macht den Wasserfluss erst regulierbar – bereits seit der römischen Antike. Epitonium lautete die römische Bezeichnung: Vertibulum war das Drehküken, ein präzis gefertigter, durchbohrter Hohlzylinder. Manubrium hieß der rechtwinkelige Griffbügel auf dem Vertibulum, in den ein eiserner, plumper Vierkantschlüssel eingesetzt wurde. Durch Drehen des Griffstücks stellte man die Bohrung des Drehkükens zum Flüssigkeitsstrom quer und der Wasserfluss war unterbrochen. ...

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