ARCH+ 191/192


Erschienen in ARCH+ 191/192,
Seite(n) 124

ARCH+ 191/192

Thür, Thüre

Von Grimm, Jacob und Wilhelm

mit dem thür oft verbunden vorkommt. [...] 1) die thür ist eine zum ein- und ausgang oder zum ein- und austhun (an behältern) bestimmte öffnung sowie die bewegliche (gewöhnlich auf angeln ruhende) verschluszfläche derselben, im engern sinne besonders die haus-, saal-, zimmer-, kammerthür; auszerdem boden-, hof-, keller-, stall-, gartenthür; ofen-, kamin-, schrank-, wagenthür u. s. w.: die thür, eingang in ein hausz: [...] a) die thür (im engeren sinne) als subject; die thür knarrt; die thür geht auf, öffnet sich, ist (steht) offen oder zu; [...] b) als object (passivisch als subject): [...] die thür öffnen oder schlieszen, [...] 2) formelhaft ohne artikel: thür an thür (neben einander) wohnen; [...] 3) sonst ein eingang wozu, mit oder ohne den nebenbegriff des verschlieszens, eigentlich und bildlich: a) des nestes tür; [...] b) thür des himmels, der hölle; [...] c) thür des lebens, des todes, des grabes; d) der schamen thür; [...] e) thür der (äuszern oder innern) sinne; [...] f) thür des glücks, der liebe, freude, gnade u. s. w.

Aus: Jacob und Wilhelm Grimm (Hg.), Deutsches Wörterbuch. Zweiter Band, Leipzig 1860, S. 457-463 (gekürzt).

SSS Siedle Dornbracht Euroboden
Feedback erwünscht!