ARCH+ 194

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Erschienen in ARCH+ 194,
Seite(n) 197-204

ARCH+ 194

Beilage: Wie kann eine gute Architektur entstehen?

Von Taut, Bruno

Geschrieben am 5. und am 12. März 1936 in JapanNur als Teil der Sonderbeilage für 9 Euro erhältlich.

EinleitungIn komprimierter Form und mit klaren Thesen und Aussagen wendet Bruno Taut in diesem Text seine „Architekturüberlegungen“ auf die Situation in der Sowjetunion an. Von April 1932 bis Februar 1933 hatte Taut in Moskau für die staatliche Touristenbehörde, Intourist, zwei Hotels geplant. Er entwarf außerdem ein sogenanntes „Zweites Staatshotel“, das als Kongreßzentrum der Vorläufer für den Sowjetpalast sein sollte, ein Krematorium und einen städ-tischen Wohnblock. Alle diese Projekte wurden nicht realisiert. In Briefen an seinen Büropartner in Berlin, Franz Hoffmann, berichtete er kritisch über seine Arbeiten und die architektonische Situation in der Sowjetunion.  Auf seiner Flucht im März 1933, die von Berlin über die Schweiz und das Mittelmeer nach Japan verlief, besuchte er noch einmal für einige Tage Moskau.  Er hoffte irgendwie, seine Arbeit fortsetzen oder sogar eine Stelle an einer der Architekturfakultäten dort erhalten zu können. Auch auf der Reise von Japan in die Türkei im Oktober 1936 hielt er sich noch einmal ein paar Tage in Moskau auf. Allerdings schrieb er nichts über den Besuch dort. Interessant ist, daß Taut die Entwicklung in der Sowjetunion so sehr am Herzen lag, daß er – für wen auch immer – eine Handreichung für eine Architekturentwicklung geben wollte, nachdem er mit den „Architekturüberlegungen“ einen „Schlüssel zur Architektur“ zu finden geglaubt hatte. Es ist also denkbar, daß Taut eine Kopie des Manuskriptes bei seinem Zwischenaufenthalt in Moskau dort gelassen hat. Taut hätte sich damit natürlich auch als Ratgeber oder gar als Lehrer empfehlen können. Allerdings ist keine russische Übersetzung bekannt oder gar ein Druck als Buch

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