ARCH+ 196/197


Erschienen in ARCH+ 196/197,
Seite(n) 22-27

ARCH+ 196/197

Ein vorsichtiger Prometheus?

Von Latour, Bruno

Design im Zeitalter des Klimawandels
In meiner Jugend bedeutete das Wort „Design“ – aus dem Englischen ins Französische importiert – nicht mehr als das, was wir inzwischen im Französischen „relooking“ nennen – ein gutes englisches Wort, das es leider im Englischen nicht gibt. „Relooking“ bedeutet, einem Ding – einem Stuhl, einem Messer, einem Auto, einer Verpackung, einer Lampe, einem Innenraum –, das zu plump, zu streng oder zu kahl wäre, wenn es seiner bloßen Funktion überlassen bliebe, ein neues und besseres Aussehen (look) oder Äußeres zu geben. Mit Hilfe von „Design“ in dieser alten und eingeschränkten Bedeutung ließ sich der effiziente, aber doch irgendwie langweilige Akzent der Arbeit von Ingenieuren und Geschäftsleuten korrigieren. Design entstand, indem man die Erzeugnisse dieser beiden Berufsgruppen mit einer Form-Fassade versah, mit einer oberflächlichen, äußeren Eigenschaft, die hinsichtlich Geschmack und Mode einen Unterschied machen konnte...
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