ARCH+ 196/197


Erschienen in ARCH+ 196/197,
Seite(n) 58-61

ARCH+ 196/197

Xeritown

Von SMAQ /  X-Architects /  Johannes Grothaus + Partners /  Reflexion /  Buro Happold /  ARCH+

Vernakuläre Prinzipien

Ort: Dubailand, Dubai Status: Realisierung ab 2010 Team: SMAQ – architecture urbanism research (Berlin): Sabine Müller, Andreas Quednau mit Joachim Schultz; X-Architects (Dubai); Johannes Grothaus + Partners (Potsdam/Dubai), Reflexion (Zürich), Buro Happold (London/Dubai) Xeritown ist ein Stadterweiterungsprojekt mit gemischter Nutzung in Dubai. Die visuelle Referenz an arabische Bauformen, die etwa in der Fassadengestaltung deutlich wird, hat nicht nur einen gestalterischen, sondern vor allem auch einen funktionalen Hintergrund: Der Entwurf greift bevorzugt vernakuläre architektonische und städtebauliche Formen auf, die aufgrund ihrer Anpassung an die klimatischen Bedingungen dem Low-Tech-Ansatz des Projekts entsprechen. Auch das System der Innenhöfe orientiert sich an traditionellen Hausformen des arabischen Kulturraums. Neben der Berücksichtigung eines kulturell-gesellschaftlichen Aspekts, nämlich des gestaffelten Übergangs zwischen privaten und halböffentlichen Räumen, sind auch hier wieder klimatische Gesichtspunkte entscheidend. Unter Ausnutzung natürlicher Faktoren wie den Windverhältnissen und der Beschattung von Straßen und Höfen soll ein niedriger Energieverbrauch erreicht und ein günstiges Stadtklima erzeugt werden. Dieser Ansatz ist in einem gesamtstädtischen Energiekonzept eingebunden, das auch hochentwickelte Technologien beispielsweise zur Solarenergiegewinnung oder zur Steuerung einer bedarfsorientierten Straßenbeleuchtung vorsieht...

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