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ARCH+ 198/199


Erschienen in ARCH+ 198/199,
Seite(n) 106-111

ARCH+ 198/199

Smart Air – Convective Building

Von Philippe Rahm Architectes

Philippe Rahm nähert sich der Aufgabe des Smart Material House, die normalerweise auf die materielle Grundlage der Architektur abzielt, aus einer völlig unerwarteten Richtung. Er thematisiert das Immaterielle: die klimatischen und thermischen Qualitäten der Luft. Das jahrtausendealte archimedische Prinzip – demzufolge warme Luft nach oben steigt, während kalte Luftschichten nach unten sinken – wird in seinem Entwurf zur gestaltgebenden Gesetzmäßigkeit. Zwei einfache Überlegungen liefern hierfür die Grundlage: Misst man die Temperatur eines Raumes zwischen Boden und Decke, so lassen sich teilweise Unterschiede von bis zu 10 Grad feststellen. Zudem variieren die tatsächlichen Anforderungen an die Raumtemperaturen in Abhängigkeit von körperlicher Betätigung und Bekleidung. Zum Beispiel differiert das Gefühl der thermischen Behaglichkeit zwischen Schlafräumen und dem Wohnbereich erheblich. Rahm argumentiert, dass sich aus dieser Beobachtung ein großes Energieeinsparpotential ableiten ließe, sofern die einzelnen Räume auf die tatsächlich erforderliche Temperatur und das Nutzerverhalten abgestimmt wären...

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