ARCH+ 198/199


Erschienen in ARCH+ 198/199,
Seite(n) 138-141

ARCH+ 198/199

Nucleous Walls

Von querkraft architekten

Eine radikale Interpretation des Themas der Hybridität bietet das österreichische Architekturbüro querkraft. Ihr Entwurf belebt das strukturalistische Prinzip von „support“ und „infill“ wieder und erinnert an die Entwürfe Jaap Bakemas für ein „growing house“ (1962). Ähnlich wie Bakema, der sämtliche Installationen in die seitlichen „Kernwände“ (nucleous walls) unterbringt, um einen ungestörten Zwischenraum zu erhalten, reduzieren querkraft ihr Gebäude auf zwei seitliche Begrenzungswände, in die die gesamte haustechnische Infrastruktur des Hauses integriert ist (vgl. den Beitrag von Medina über das „Wachsende Haus“ in dieser Ausgabe). Im Passivhausstandard ausgebildet sorgen sie für die Ver- und Entsorgung von Wasser und Luft und enthalten andockbare Elektro- und Sanitärleitungen. Der „befreite“ Raum im Inneren steht den Bewohnern dadurch insgesamt zur Aneignung zur Verfügung...

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