ARCH+ 131

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Erschienen in ARCH+ 131,
Seite(n) 9

ARCH+ 131

Ausverkauf von `Progressive Architecture´

Von Berktold, Ruth

Penton Publishing, ein Verlegervon Handwerksmagazinen, hatte "Progressive Architecture'an BPI, einen Verlag, dem bereits das Blatt 'Architecture' angehört, verkauft. 'Architecture' hatte zuvor seine Rolle als offizielles Organdes AIA (American Instituteof Architecture) verloren und war damit um 52.000 garantierte Abonnenten ärmer geworden. Daraufhin hatte der Verlag umgehend beschlossen, die Konkurrenz- also 'Progressive Architecture'- auszuschalten. Die Redaktiondes 76 Jahre alten Magazins wurde geschlossen und alle Mitarbeiter entlassen. 'Progressive Architecture' war in den letzten Jahren durch die Rezessionin große finanzielle Schwierigkeiten geraten, hatte sich jedochin jüngster Zeit durch eine neue Aufmachung wieder profitabel gemacht. Im neuen Format veröffentlichte 'Progressive Architecture' auch eine Serie von Untersuchungen zu berufspolitischen Fragen: Artikel über Schwierigkeiten von Frauen und Minderheiten, sich als Architekten zu etablieren, die finanzielle Ausbeutungvon Berufsanfängern und kritische Kommentare überdas AIA sorgten für frischenWind. Deswegen ist es besonders bedauerlich, daß in Zukunft diese kritische Stimme in der amerikanischen Debatte fehlen wird. Ruth Berktold

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