ARCH+ 178

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Erschienen in ARCH+ 178,
Seite(n) 4-5

ARCH+ 178

Es muss nicht immer Bauhaus sein

Von Höhns, Ulrich

Otto Haesler und die pragmatische Moderne

Die moderne Architektur der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts ist hinlänglich erforscht, sollte man meinen. Aber bis in die Gegenwart hinein gab es immer noch große Unbekannte in dieser vorbildlosen Geschichte des kompromisslosen Ausbruchs aus allen Bau-Konventionen. Otto Haesler (1880 - 1962) war einer von ihnen, eher ein Praktiker als ein Theoretiker. Mit ihm beschäftigt sich seit Jahren die Kunsthistorikerin Simone Oelker, die dem zu Unrecht vergessenen Architekten 2002 eine umfangreiche Monografie gewidmet und ihn jüngst mit einer informativen und gut gestalteten Ausstellung an zwei prominenten Orten der Moderne präsentiert hat: in Dessau im Meisterhaus Schlemmer und in Celle im ehemaligen, nun authentisch renovierten Wohnhaus eines Schuldirektors, das Haesler dort 1931 an zentralem Ort am Rande eines Parks errichten konnte. In einer verkleinerten Form wird diese Ausstellung dann voraussichtlich letztmalig und nur für kurze Zeit im März in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin zu sehen sein...

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