ARCH+ 186/187


Erschienen in ARCH+ 186/187,
Seite(n) 154-157

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Interview-Marathon: Eckhard Schulze-Fielitz

Von Koolhaas, Rem /  Obrist, Hans Ulrich /  Schulze-Fielitz, Eckhard

Hans Ulrich Obrist: Sie stammen aus Essen, haben in Aachen und Karlsruhe studiert und schließlich 1955 Ihr eigenes Büro gegründet.Wie kam es dazu, dass Sie in den späten 50er Jahren gemeinsam mit Yona Friedman und anderen im Zentrum des internationalen Diskurses standen?

Eckhard Schulze-Fielitz: Als Frühaufsteher machte ich mich 25-jährig mit Ulrich von Altenstadt und Ernst von Rudloff, beide Studienkollegen von mir, selbständig. In der Folge gewannen wir den großen Wettbewerb für das Verwaltungsgebäude des Landschaftsverbandes Rheinland in Köln (1956– 1959), doch dieser von Mies beeinflusste Kasten langweilte mich sehr bald. Ich begann, mit Strukturen zu arbeiten, und stellte 1959 mein erstes Stadtmodell aus, welches ich allerdings noch nicht „Raumstadt“ zu nennen wagte. Der Künstler Daniel Spoerri sah das Modell und erwähnte eine Person in Paris, die an ganz ähnlichen Sachen arbeitete wie ich. Bei seinem nächsten Besuch brachte er mir eine Broschüre von Yona Friedman mit, woraufhin ich im Herbst 1960 nach Paris fuhr. So kam die Beziehung zu Friedman in zustande...

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