ARCH+ 201/202


Erschienen in ARCH+ 201/202,
Seite(n) 96-99

ARCH+ 201/202

Urban Villages – Ein Reisebericht auf der Suche nach dem Berliner Townhouse

Von Rieniets, Tim

Vor wenigen Jahren fand ein neues Wort seinen Weg in die städtebauliche Debatten Berlins: das Townhouse. Zu diesem Zeitpunkt existierte das Townhouse nur auf dem Papier, als modernes städtisches Reihenhaus, das die Vorzüge des suburbanen und des städtischen Lebens miteinander verbinden sollte. Das Wort Townhouse hatte einen verheißungsvollen Klang, denn es konnte auch dort positive Bilder erzeugen, wo die Fronten der städtebaulichen Debatte sonst verhärtet waren. Die Befürworter der kritischen Rekonstruktion sahen im Townhouse die Möglichkeit, einer neuen städtischen Bürgerlichkeit Raum zu geben. Indem man den Berliner Block in schmale Privatgrundstücke teilt und an individuelle Bauherren veräußert, sollte bürgerliches Engagement und städtische Mischung entstehen können. Das erste und prominenteste Projekt, das dieser Vision Raum geben sollte, sind die rund 50 Townhouses am Friedrichswerder, die unter der Ägide der Senatsverwaltung geplant und für den damaligen Senatsbaudirektor Hans Stimmann nicht weniger als eine „neue Ära des innerstädtischen Bauens“ einläuteten...

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