ARCH+ 203


Erschienen in ARCH+ 203,
Seite(n) 25-29

ARCH+ 203

Wohnungsbau in der ehemaligen DDR

Von Schretzenmayr, Martina

Als Ausgangslage nach dem 2. Weltkrieg mussten auf dem Gebiet der späteren DDR rund 18,4 Mio. Menschen mit Wohnraum versorgt werden. Dies waren infolge von Flucht und Vertreibung 1,7 Mio. mehr als 1939. Von den ursprünglich rund 5 Mio. Wohnungen waren bei Kriegsende nur knapp 60 % unbeschädigt geblieben. Ein Viertel der Wohnungen war zerstört worden, weitere 16 % waren stark beschädigt. Die Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum war – ebenso wie in den Westzonen – ein vordringliches Problem. Obwohl die (staatliche) Aufgabe der Wohnraumversorgung 1971 zum Kernstück der Sozialpolitik der SED erklärt wurde und zwischen 1949 und 1989 die Bevölkerung der DDR um 2,1 Mio. abnahm und damit sogar noch unter den Ausgangswert vor dem 2. Weltkrieg absank, konnte die Wohnraumversorgung in der DDR bis zu ihrem Zusammenbruch 1989 nie befriedigend gelöst werden...

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