ARCH+ 203


Erschienen in ARCH+ 203,
Seite(n) 72-75

ARCH+ 203

Fallstudie 3: Stadtentwicklung unter Schrumpfungsbedingungen

Von Bernt, Matthias /  Hagemeister, Ulrike

Das Beispiel "Stadtumbau Ost"

Bevölkerungsrückgang, “Schrumpfung”, ist seit zehn Jahren das bestimmende Thema für die Entwicklung der meisten ostdeutschen Städte. Deutlich wird das vor allem an einem massiven Wohnungsleerstand: Insgesamt stehen in Ostdeutschland etwa 1,3 Millionen Wohnungen leer. Um diesem Leerstand entgegenzutreten, haben Bund und Länder vor zehn Jahren das Förderprogramm “Stadtumbau Ost” aufgelegt, mit dem bis 2010 rund 300.000 nicht mehr benötigte Wohnungen abgerissen wurden. In der Folge gehört der Abriss heute in den meisten ostdeutschen Städten zum Alltagsgeschäft der Stadtentwicklung. Er beschränkt sich dabei bei weitem nicht auf die Beseitigung von ein paar Bausünden, vielmehr stehen oft ganze Nachbarschaften zur Disposition. Welche Erfahrungen werden nun in der Praxis beim Stadtumbau gemacht? Der vorliegende Beitrag versucht, nach der Erfahrung von zehn Jahren Stadtumbau eine Bilanz zu ziehen. Hierfür werden zunächst die Konturen der ostdeutschen urbanen Krise nachgezeichnet. In einem zweiten Schritt werden Ambivalenzen und Widersprüche des Programms diskutiert. In einem dritten Schritt wird schließlich ein ernüchterndes Fazit gezogen und es werden die zentralen Herausforderungen für die Zukunft angesprochen ...

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