ARCH+ 204

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Erschienen in ARCH+ 204,
Seite(n) 124-125

ARCH+ 204

PERFORMATIVE DEMOKRATIE

Von ARCH+

Während Projekte zur Rekonstruktion historischer Stadtstrukturen vornehmlich symbolpolitisch argumentiert haben, zeichnet sich derzeit eine anders gelagerte Konfrontation ab: Bei den Auseinandersetzungen um Stuttgart 21, das Hamburger Gängeviertel oder Mediaspree in Berlin handelt es sich in erster Linie um machtpolitische Auseinandersetzungen, bei der die Selbstermächtigung der Bürgerschaft im Vordergrund steht. Hier erweist sich exemplarisch die Notwendigkeit, Prozesse der städtischen Modernisierung und der politischen Legitimation zusammen zu betrachten und neu miteinander zu verknüpfen. Insbesondere im Zuge der Diskussion um das Projekt Stuttgart 21 ist die Forderung nach einer stärkeren Verankerung partizipativer Elemente laut geworden. Ist die Krise der repräsentativen Demokratie systemerschütternd oder systemimmanent? Wie lässt sich jenseits des repräsentativen Systems eine „performative Demokratie“ (Peter Weibel) denken?

 

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