ARCH+ 209


Erschienen in ARCH+ 209,
Seite(n) 106-109

ARCH+ 209

Blindspotting

Von FAR frohn&rojas /  skene catling de la peña

Eine behördliche Baugenehmigung bedeutet Großbritannien noch lange nicht, dass alle Fragen geklärt sind. Viele strittige Punkte müssen erst auf privatwirtschaftlichem Wege zwischen den Nachbarn vereinbart werden. Ein Beispiel für ein solches Verfahren ist das Recht auf Tageslicht (Ancient Rights to Light). Mit Hilfe einer speziellen Software werden heute Entwürfe anhand präziser Analysen und Berechnungen auf eventuelle Beeinträchtigungen von Lichtrechten geprüft, um daraus Forderungen nach (finanzieller) Kompensation abzuleiten.

Beim Projekt Blind-Spotting haben sich die Architekten die Logik dieser Software zu eigen gemacht, um die unsichtbaren rechtlichen Nachbarschaftsbeziehungen räumlich lesbar zu machen und daraus den Entwurf zu generieren. In mehr als 100 Studien wurde innerhalb dieses „lichtrechtlich“ zulässigen Raumes das Maximalvolumen für die neue Dachaufstockung ermittelt. ...

 

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