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ARCH+ 211/212


Erschienen in ARCH+ 211/212,
Seite(n) 106-114

ARCH+ 211/212

Nichts Neues / Nothing New

Von Graaf, Reinier de

Der Gegenstand, von dem ich ausgehe, ist die Idee des Gebrauchs. Es geht nicht um Recycling, es geht um Wiederverwendung. … Alles kommt von selber zurück, auf das Genaueste, und [Recycling] verwirrt es. Es handelt sich nicht darum, dass „immer wieder dasselbe“ geschieht, geschweige dass hier von der ewigen Wiederkunft die Rede wäre. Es handelt sich vielmehr darum, dass das Gesicht der Welt gerade in dem, was das Neueste ist, sich nie verändert, dass dies Neueste in allen Stücken immer das Nämliche bleibt. Ist nicht alles bereits gesagt worden? Haben wir etwas übersehen? Oder es zu schnell vergessen? Der Diskurs der nahen Vergangenheit ist eine kostbare, aber instabile Ressource, deren Neuverteilung äußerste Sorgfalt erfordert. ...
 
The purpose—where I start—is the idea of use. It is not recycling, it is reuse… Everything comes back by itself, very precisely; [recycling] only confuses it. Precisely in that which is newest the face of the world never alters. Hasn’t it all been said before? Did we miss something? Or forget it too quickly? The discourse of the not-so-distant past is a precious but unstable resource. Redistributing it requires utmost care. ...

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