ARCH+ 144/145

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Erschienen in ARCH+ 144/145,
Seite(n) 58-59

ARCH+ 144/145

Synopse: Glashaus hoch zwei

Von ARCH+ /  Wagner, Martin

Die Wärmehaltung des Hauses kann durch die zweckmäßige Gestaltung des Grundrisses außerordentlich gesteigert werden. Alle antiken Häuser sind in bezug auf die Warmhaltung der Räume der Winterbekleidung des Menschen nachgebildet. Sehen wir uns ihre Grundrisse näher an, dann finden wir, daß sich um einen Zentralraum ringförmig andere Räume legen, die den Zentralraum von der Außenkälte (oder Außenwärme) abschließen und damit die wärmetechnische Wirkung übereinandergezogener Schutzmäntel erstreben. Der Grundriß des Verfassers lehnt sich an diese wärmetechnische Gestaltung alter Planumhäuser an. Er schafft einen zentralen Wohnraum, der bei ganz strenger Kälte von jeder Außenwand abgeschlossen werden kann. Um diesen zentralen Wohnraum legt sich eine zweite Wärmezone, die aus den Schlafräumen, der Küche und den Nebenräumen besteht. Diese zweite Wärmezone wird dann wieder in der Gestalt einer dritten Zone umschlossen, die das Haus – wie ein Überzieher – vor dem Windanfall schützt und die natürliche Wärmeabgabe der Wände nach außen etwas mildert. (Martin Wagner "Das wachsende Haus". Erklärender Projekttext zum Wettbewerbsbeitrag 1931 in Berlin.
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