ARCH+ 213


Erschienen in ARCH+ 213,
Seite(n) 208

ARCH+ 213

1658 – Orbis sensualium pictus

Von Comenius, Johann Amos

Vollständig: Wenn der Verstand zur Weisheit, die Zunge zur Beredsamkeit, die Hände zur geschickten Übernahme der lebenspraktischen Tätigkeiten ausgebildet werden, wird das das Salz des Lebens sein, nämlich Wissen, Handeln, Reden3. Klar und dadurch fest und gediegen ist er, wenn, was auch immer gelehrt und gelernt wird, nicht dunkel und verworren, sondern deutlich, klar unterschieden und gegliedert ist, wie die Finger der Hände. Die Grundlage dieser Sache ist, dass die sinnlich wahrnehmbaren Dinge den Sinnen richtig präsentiert werden, damit es unmöglich ist, sie nicht zu begreifen. Ich sage und wiederhole mit lauter Stimme, dass dieses Letztere die Grundlage aller übrigen Dinge ist, weil wir weder verständig handeln noch reden können, wenn wir nicht vorher alles, was zu tun und wovon zu reden ist, richtig verstehen. Im Verstand ist aber nichts, wenn es nicht vorher im Sinn gewesen ist. Die Sinneswahrnehmungen bezüglich der Unterschiede der Dinge fleißig zu schärfen bedeutet also, für den gesamten Verstand, die gesamte verständige Beredsamkeit und für alle kluge Lebenspraxis die Grundlagen zu legen. Da es nun gewöhnlich in den Schulen vernachlässigt wird und die Schüler einen Lernstoff vorgesetzt bekommen, der weder verstanden noch den Sinnen richtig präsentiert wird, kommt es dazu, dass die Arbeit des Lehrens und Lernens mühsam vorangeht und geringe Frucht trägt. Hier ist also ein neues Hilfsmittel für die Schulen! Die Bebilderung und Benamung aller hauptsächlichen Gegenstände und Lebenstätigkeiten! Damit es Euch, liebe Lehrer, nicht schwerfalle, sie gern mit Euren Schülern zu durchstreifen, will ich kurz erklären, welche Vorteile man davon erwarten kann. …

 

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