ARCH+ 221


Erschienen in ARCH+ 221,
Seite(n) 40-47

ARCH+ 221

Bekleidungstheorie, Projekt: Pavillons des Temps Nouveaux von Le Corbusier & Pierre Jeanneret

Von Le Corbusier /  Rüb, Christine

Die Pariser Internationale Weltausstellung von 1937 hatte das Leitthema „Kunst und Technik im modernen Leben“. 44 teilnehmende Nationen präsentierten dazu ihre Beiträge an verschiedenen Standorten innerhalb der Stadtgrenzen. Aufgrund der Unterstützung des Gesamtplaners Jacques Grêber und des französischen Ministerpräsidenten Leon Blum erhielten Le Corbusier und Pierre Jeanneret den Auftrag für eine Halle an der Porte Maillot mit 1.050 Quadratmetern Grundfläche. Le Corbusier hatte in den Jahren zuvor diverse ergebnislose Versuche unternommen, auf der Ausstellung präsent zu sein. Erst mit dem Pavillon des Temps Nouveaux gelang ihm dies schließlich. Darin wurden einem breiten Publikum fortschrittliche städtebauliche und architektonische Konzepte präsentiert – darunter viele Beiträge für die CIAM.

Die fast quadratische Grundfläche war stützenfrei von einer Zeltkonstruktion überspannt und in verschiedene Zonen unterteilt: den Eingang flankierten durch Rampen erschlossene, begehbare, ein- bis dreigeschossige regalartige Einbauten. Im hinteren Teil befand sich ein offener kleinerer Veranstaltungsbereich. Dem Besucher eröffneten sich so in kurzer Folge in- und extrovertierte Raumsituationen, die sowohl zur Detailwahrnehmung aufforderten als auch über Fernwirkung verfügten. ...

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