ARCH+ 221


Erschienen in ARCH+ 221,
Seite(n) 62-63

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Dritten Weges, Theorie des

Von Markus, Elena

Viele Wege führen zum Glück. Doch im Verlauf der letzten hundert Jahre sind es gerade die Dritten Wege gewesen, welche ein besseres und vor allem ein von Opferbereitschaft befreites Dasein versprochen haben. Generell bezeichnet ein Dritter Weg nicht nur eine Tendenz, sondern artikuliert zugleich politische oder wirtschaftliche Extrempositionen, zwischen welchen es einen Optimum zu finden gilt. Historisch verliefen diese Wege auf den „Minenfeldern“ zwischen den Extremen des Kommunismus und des Kapitalismus, der Plan- und der Marktwirtschaft, des Wirtschaftsliberalismus und der sozialen Marktwirtschaft. Sie reichten von den Versuchen zwischen den beiden grossen Ideologien des letzten Jahrhunderts einen mittleren Kurs zu definieren über eine Revision des Sozialismus (sowohl in DDR als auch in weiteren osteuropäischen Staaten) bis zu den vielfältigen Bemühungen für ein gerechtes soziales Wirtschaftsmodell in Westeuropa der Nachkriegszeit. Schon die Vordenker der sozialen Marktwirtschaft galten als die frühen Vertreter eines wirtschaftlichen Mittelweges. ...

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