ARCH+ 221


Erschienen in ARCH+ 221,
Seite(n) 66-69

ARCH+ 221

Ende der Theorie, Zu einer Theorie vom

Von Surkemper, Liska

Mit dem Computer verändert sich die Welt. Im digitalen Zeitalter transformiert sich so gut wie jede Gesellschaft, jede Kultur auf jedem Kontinent der Erde. Dies hat Folgen sowohl für die Wissenschaft und ihre Methoden, Erkenntnisse über die Welt zu erlangen als auch für die Architektur in Theorie und Praxis.

Chris Anderson, Journalist und ehemaliger Herausgeber des Technologie-Magazins Wired, sieht in dieser Entwicklung nicht einfach einen Zugewinn an neuen Methoden, sondern einen Paradigmenwechsel in der Wissenschaft. In dem 2008 erschienenen Artikel „The End of Theory“ prophezeit er nichts weniger als den vollständigen Wegfall von Theorie: „This is a world where massive amounts of data and applied mathematics replace every other tool that might be brought to bear. Out with every theory of human behavior, from linguistics to sociology. Forget taxonomy, ontology, and psychology.“

Für Anderson wird Theorie, die er als Dreischritt von Hypothesenbildung, Modellgenese und Testphase beziehungsweise Falsifikation des theoretischen Modells definiert, durch Big Data-Analysen obsolet. ...

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