ARCH+ 221


Erschienen in ARCH+ 221,
Seite(n) 88-89

ARCH+ 221

Ironie, Theorie der

Von Baier, Timo

Der Bildung einer Theorie geht in der Regel die Beobachtung eines Phänomens oder einer Problemstellung voran. Bei einer „Theorie der Ironie“ ist das beobachtete Phänomen ein allgegenwärtiges, alltäg liches – so legt es zumindest die bloße Häufigkeit der Verwendung dieses theorie-begründenden Terminus nahe. Auch die Begriffsklärung in der deutschen Sprache ist nachvollziehbar und deutet zunächst nicht auf einen sonderlich komplexen Sachverhalt hin:

„1. Feiner, verdeckter Spott, mit dem jemand etwas dadurch zu treffen sucht, dass er es unter dem augenfälligen Schein der eigenen Billigung lächerlich macht. 2. Paradoxe Konstellation, die einem als Spiel höherer Macht erscheint.“

Die Strukturen, die sich hinter dem Begriff der Ironie verbergen, stellen sich allerdings schon bei der weiteren Suche nach einer allgemeineren Definition als komplex heraus. ... 

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