ARCH+ 223


Erschienen in ARCH+ 223,
Seite(n) 144-145

ARCH+ 223

Istanbul – Great City Life

Von Lang, Andreas /  Delbeck, Simon /  Panova, Evgeniya /  Petrova, Marina

Tarlabaşi, a historical low-income neighbourhood in the heart of Istanbul, is less than a five-minute walk away from the illustrious Istiklal Caddesi shopping street.1 Its inhabitants have to cope with high crime rates, illegal trade and prostitution and a highly dilapidated building mass. Yet, Tarlabaşi has been a haven for mainly Kurdish migrants from rural Turkey, refugees from neighbouring states and Africa, as well as marginalised groups such as transsexuals. Informal or illegal labourers are settling in the neighbourhood because it is central, thus offering more employment opportunities in adjacent upmarket areas like Istiklal.

Its central location also led to the stately Housing Development Administration (TOKI) targeting the area in 2006 as a possible zone for largescale – and highly profitable – urban renewal. ...

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Tarlabaşi, ein historisches, sozial benachteiligtes Stadtviertel im Herzen Istanbuls, ist zu Fuß weniger als fünf Minuten entfernt von der bedeutenden Einkaufsstraße Istiklal Caddesi.1 Seine Einwohner haben mit hoher Kriminalität, illegalem Handel und Prostitution sowie einer stark verfallenen Bausubstanz zu kämpfen. Dennoch bietet Tarlabaşi einen Zufluchtsort für hauptsächlich kurdische Migranten aus dem türkischen Umland, Flüchtlinge aus Nachbarstaaten und Afrika und marginalisierte Gruppen wie z.B. Transsexuelle. Informelle oder illegale Arbeiter lassen sich im Viertel nieder, weil es zentral gelegen ist und somit mehr Arbeitsmöglichkeiten in den benachbarten gehobenen Gegenden wie Istiklal bietet.

Seine zentrale Lage führte außerdem dazu, dass das Viertel von der staatlichen Wohnungsbaubehörde (TOKI) im Jahr 2006 als eine mögliche Zone für großmaßstäbliche – und höchst profitable –Stadterneuerungsprojekte ins Visier genommen wurde. ...

 

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