ARCH+ 139/140


Erschienen in ARCH+ 139/140,
Seite(n) 92-106

ARCH+ 139/140

Architektur seit 1968

Von Tzonis, Alexander /  Lefaivre, Liane

1968 ist in Europa und in vielen anderen Teilen der Welt das Jahr des "Frühlings" gewesen, der nicht mehr "kontrollierbaren" Spontaneität, das Jahr, das die "Phantasie an die Macht" rufen wollte. Es hatte entscheidenden Einfluß auf die Entwicklung der Architektur. In keiner anderen Epoche sozialer und politischer Umwälzungen hat es die Architektur zu derartiger Prominenz gebracht. Es ist bekannt, daß im 18. Jahrhundert Rousseau sehr kluge Überlegungen darüber angestellt hat, welche heilenden Kräfte das gesellschaftliche Leben aus der Landschaft schöpfen kann, und daß bereits Condorcet das Thema Bürgerbeteiligung bei Planungsprozessen angesprochen hat. Als Antwort auf die umwälzenden Ideen ihrer Zeit hatten Radikale auch in Amerika und Rußland klare architektonische Konzepte entwickelt. Sie wurden allerdings nicht in die Tat umgesetzt, weder von den Revolutionären in Frankreich oder Amerika, noch von denen in Rußland...

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