ARCH+ 223


Erschienen in ARCH+ 223,
Seite(n) 228-229

ARCH+ 223

Migrant Communities in China

Von Tian, Li /  Niu, Xinyi /  Wang, Boyi /  Chen, Pu /  Li, Jihuan /  Ding, Liang /  Ma, Yixiang /  Li, Jingwei /  Wu, Yiqin /  Hu, Jiayi /  Yang, Xuecong /  Zhao, Yuan

“(Social) space is a (social) product… the space thus produced also serves as a tool of thought and of action…in addition to being a means of production it is also a means of control, and hence of domination, of power.” Henri Lefebvre

Leaving hometown, moving to a bigger city in search of better opportunities is, historically speaking, not a new phenomenon. Britain’s industrialization attracting rural surplus labor into big cities marked its significance in modern times. China’s migrant problem, however, has its special institutional precondition, namely the “Hukou” system – a household registration system originally adopted in 1958. While the system was used to ensure resource allocation in the previous planned economy, to regulate national migration and to enhance social security, today it is rather a barrier for a vast number of migrants.

Away from registration location and living in a different city, they have limited access to social welfare and other citizen rights, which are strongly tied to Hukou origin. ...

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“(Sozialer) Raum ist ein (soziales) Produkt ... der solcherart produzierte Raum dient auch als ein Instrument des Denkens und des Handelns … er ist nicht nur ein Produktionsmittel, sondern auch ein Kontrollmittel und somit ein Mittel der Herrschaft, der Macht.” Henri Lefebvre

Der Heimat den Rücken zu kehren und auf der Suche nach einem besseren Leben in eine größere Stadt zu ziehen, ist, historisch betrachtet, kein neues Phänomen. Das gab es schon zur Zeit der Industriellen Revolution in England, als die überschüssigen ländlichen Arbeitskräfte in die Großstädte abwanderten. Chinas Migrantenproblem hat jedoch eine besondere institutionelle Voraussetzung, nämlich das “Hukou”System – ein Haushaltsregistrierungssystem, das 1958 landesweit eingeführt wurde. Während das System in der einstigen Planwirtschaft dazu diente, die Zuteilung von Ressourcen sicherzustellen, die Binnenwanderung zu regulieren und die soziale Sicherheit zu verbessern, stellt es heute für eine Vielzahl von Migranten eher einen Hemmschuh dar.

Weit entfernt vom Ort ihrer Registrierung und in einer fremden Stadt lebend, haben sie nur einen eingeschränkten Zugang zur Sozialfürsorge und zu anderen Bürgerrechten, die eng an ihren Hukou-Ursprung gebunden sind. ...

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