ARCH+ 227


Erschienen in ARCH+ 227,
Seite(n) 6-15

ARCH+ 227

Die Wiederkehr des Klimas – Urbane Kulturen der Belüftung in Südostasien

Von Roesler, Sascha

Verschiedene Faktoren sprechen dafür, die Großregion Südostasien in einem Zusammenhang zu sehen. Neben den heute dominierenden politischen und wirtschaftlichen Integrationstendenzen war es lange Zeit das Klima, das eine vereinheitlichende Lesart dieser Region begünstigte. Das Klima Südostasiens ist, wie der englische Historiker John Villiers in den frühen 1960er-Jahren angemerkt hat, „bemerkenswert einheitlich und zeichnet sich durch gleichmäßige Temperaturen mit hoher relativer Luftfeuchtigkeit, starken Regenfällen und regelmäßiger Wiederkehr der Monsunwinde aus.“

Das umgangssprachlich als Monsun bezeichnete Klima Südostasiens ist durch den rhythmischen Wechsel einer nassen Sommersaison (mit schweren Niederschlägen ab Juni) und einer eher trockenen Wintersaison (mit wenig Niederschlag ab Dezember) geprägt, unterbrochen jeweils von Zwischenmonsunzeiten. Das Wort Monsun stammt von dem arabischen mausim ab, was „Jahreszeit“ bedeutet; arabische Händler, die im (europäischen) Mittelalter den Handel zwischen China und Europa dominierten, koppelten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten an den Verlauf der Monsunwinde, die sie und ihre Schiffe je nach Jahreszeit aus dem Westen in den Osten und von da wieder zurück brachten.

Als Südostasien werden heute jene Landmassen und Inselgruppen bezeichnet, die durch die Länder Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam gebildet werden.

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