ARCH+ 227


Erschienen in ARCH+ 227,
Seite(n) 20-27

ARCH+ 227

Klima und Kultur – Bruno Tauts Konzept eines „natürlichen Bauens”

Von Speidel, Manfred /  Taut, Bruno

Als der Berliner Architekt Bruno Taut (1880–1938) am 8. März 1933 aus Berlin floh, um einer Verhaftung durch die Nazis zu entkommen, und schließlich über die Sowjetunion Richtung Japan reiste, wohin er von einer Gruppe moderner Architekten eingeladen worden war, kannte er lediglich einige ästhetische und konstruktive Seiten der japanischen Architektur von Fotografien aus Zeitschriften und Büchern. 

Die Bilder vermittelten eine Ästhetik, die von der Moderne gerne aufgegriffen wurde, da sie auf einen hohen Grad an Standardisierung basiert, ohne durchreguliert zu erscheinen. Das Grundmodul bilden tatami, 5 Zentimeter dicke Strohplatten von der Größe 90 auf 180 Zentimeter, die eine feingewobene Binsenmatte als Oberläche haben. Sie bedingen die Hauptabmessungen aller Räume. Taut gab sich jedoch mit dieser konstruktiven Sichtweise allein nicht zufrieden und suchte während seines Aufenthalts die japanische Architektur aus den klimatischen Bedingungen heraus neu zu verstehen.

Richtigstellung:

In der gedruckten Fassung ist der Redaktion ein Fehler unterlaufen: Die Abbildung dort auf Seite 21 stellt  einen japanischen Wohnraum dar, der für Hermann Muthesius an europäische Gewohnheiten angepasst wurde (Foto um 1890. Aus: Yuko Ikeda (Hrsg.): Vom Sofakissen zum Städtebau, Kyoto 2002, S. 71).

Richtig ist aber die hier abgebildete Zeichnung, die Bruno Tauts Wohnhaus am Tempel Shorinzan in Takasaki 1934 darstellt (Skizze aus: Bruno Taut: Das japanische Haus und sein Leben, Berlin 1997, S. 5).

Wir  bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

 
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