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ARCH+ 227

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Erschienen in ARCH+ 227,
Seite(n) 72-75

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a21studĩo: Pagoda – Chùa đá

Von a21studĩo /  Ngo, Anh-Linh /  Kaufmann, Katharina

Wie Siddharta Gautama vor zweieinhalb Jahrtausenden meditierend unter einer Pappelfeige erwachte, so soll die Pagode heute wieder als Ort der Meditation aktiviert werden. Der buddhistischen Überlieferung zufolge erlebte Siddharta Gautama unter einer Pappelfeige meditierend das Erwachen (Sanskrit Bodhi, Buddha, der Erwachte). Zu diesem Erwachen gehört die fundamentale Erkenntnis, dass alles Leid durch Begierden verursacht wird, die man durch eine Lebenspraxis der Mäßigung überwinden kann. Das ist der Kern der buddhistischen Lehre.

Die radikale Einfachheit dieses Gedankens spiegelt sich im Entwurf der Architekten von a21studĩo für eine Pagode in Nha Trang, mit dem ihre wesentliche Funktion als Ort der Meditation unterstrichen wird. Der Bau besteht lediglich aus einer Tragstruktur aus schwarz lackiertem Bewehrungsstahl, auf der eine vier Tonnen schwere Natursteinplatte als Dach au iegt. Die lichte Höhe von nur 1,20 Meter hat gerade Platz für eine Person in sitzender Position. Nur von der filigranen Stahlkonstruktion getragen scheint es, als habe derjenige, der in diesem Bau meditiert, mit purer Geisteskraft den Steinbrocken zum Schweben gebracht. Genauso wie man zunächst die Angst überwinden muss, um sich unter den schwebenden Stein zu begeben und zu meditieren, muss man, so die Architekten, auch die Angst überwinden, das Materielle loszulassen und sich auf das Wesentliche zu besinnen. 

Ort: Nha Trang, Provinz Khánh Hòa / Jahr: 2015 

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