ARCH+ 228


Erschienen in ARCH+ 228,
Seite(n) 12-19

ARCH+ 228

Wie die IBA Thüringen Stadtland beschreibt

Von Doehler-Behzadi, Marta

Seit den ersten Überlegungen für eine Internationale Bauausstellung (IBA) in Thüringen steht der Begriff Stadtland für eine Versuchsanordnung, anders auf dieses Land zu blicken, um anders darin handeln zu können. Vor dem Hintergrund demografischer Veränderungsprozesse im Spannungsfeld von Schrumpfung und Zuwanderung, von Klimawandel und Energiewende, technischen Neuerungen sowie soziokulturellen Wandlungsprozessen befinden sich städtische und ländlich geprägte Räume unter einem hohen Anpassungsdruck. Die bisherigen Erklärungsmuster und Planungskonzepte, aber auch Steuerungs-, Lenkungs- und Förderinstrumente im Raum bis hin zu komplexen Governance-Strukturen geraten damit auf den Prüfstand.

Die IBA Thüringen verfolgt den Ansatz des Reallabors, will mit neuen Vorgehensweisen experimentieren und Modellprojekte des Wandels mit neuen stadtlandschaftlichen Lebensmodellen und Organisationsformen bis 2023 umsetzen. Die IBA Thüringen hat den Begriff Stadtland nicht willkürlich gewählt; ihm liegen Beobachtungen, Thesen und Haltungen zugrunde, die im folgenden Artikel dargestellt werden.

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