ARCH+ 228


Erschienen in ARCH+ 228,
Seite(n) 82-89

ARCH+ 228

Das „Neue Berlin II“ von Martin Wagner – Modell einer Post-Wachstums-Ökonomie

Von Trezib, Joachim

Degrowth, Suffizienz, Prosumentenwirtschaft – das sind Schlagworte, die in jüngerer Zeit von konsum- und wachstumskritischen Ökonomen gerne im Munde geführt werden, wenn es um nachhaltige, sozial und ökologisch zukunftsträchtige Entwicklungsszenarien für unser Wirtschaften, die Formen seiner räumlichen Organisation und somit auch die Zukunft unserer Städte geht.

Niko Paech, einer der führenden Theoretiker des Postwachstums, sieht eine „zeitökonomische Theorie der Suffizienz“ auf dem Vormarsch, deren Anwendung als „ökonomisches Reduktionsprogramm“ die Lohnarbeit zukünftig auf ein Maximum von 20 Wochenstunden reduzieren wird; und Rob Hopkins, Begründer des Transition Networks und der Transition Town Totnes, begreift eine auf den lokalen Maßstab und die „tatsächlichen“ Bedürfnisse reduzierte, gegen Wachstumsschwankungen resiliente städtische Gemeinwirtschaft als „the only form of economic development that is suitable for the time and challenges that we’re moving into“.

Freilich sind derlei Prognosen und Postulate nicht wirklich neu, sie scheinen vielmehr selbst einem gewissen Konjunkturzyklus zu unterliegen.

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