ARCH+ 228


Erschienen in ARCH+ 228,
Seite(n) 106-109

ARCH+ 228

Holzarchitektur neu denken

Von Menges, Achim /  Krieg, Oliver David /  Drexler, Hans

Die Landfläche der Bundesrepublik ist zu 31 Prozent bewaldet. Bei nachhaltiger Beforstung entsteht hier ein regional erneuerbarer, umweltverträglicher und somit zukunftsfähiger Werkstoff. Holz besitzt als einer der ältesten Bauwerkstoffe eine Reihe spezifischer Eigenschaften, die durch modernste digitale Technik neu gedacht, konstruktiv genutzt und architektonisch wirksam werden können. Das Institut für Computerbasiertes Entwerfen und Baufertigung (ICD) an der Universität Stuttgart hat diese Möglichkeiten anhand von vier konstituierenden Eigenschaften des Holzes prototypisch untersucht.

Maßgeblich für die weite Verbreitung von Holz als Baumaterial in vorindustrieller Zeit ist die leichte Bearbeitbarkeit bei zugleich sehr guten mechanischen Eigenschaften. Sie ermöglichte die handwerkliche Ausbildung individueller Bauteilgeometrien und komplexer Knotenpunkte. Im Zuge der Industrialisierung des Bauens wurden diese jedoch zunehmend durch standardisierte Baustoffe und Verbindungselemente ersetzt.

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